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Ein Bekenntnis der inneren Einstellung zur Heimat und zu Jesus Christus

Wallfahrt 2011 der Landkreis-Trachtler zur St. Quirinus-Kirche in Kemathen

Seit 1980 ist die gemeinsame jährliche Wallfahrt ein Bindeglied zwischen den 13 Trachtenvereinen im Landkreis Rottal-Inn, die ansonsten in drei unterschiedlichen Gauverbänden organisiert sind.
Nach 1981, 1996 und 2006 hat der Trachtenverein „Dö lustig’n Holzlandla“ anlässlich seines 90-jährigen Bestehens jetzt zum vierten Mal die Ausrichtung übernommen.
Mit den Ortsvereinen der ehemaligen Gemeinde Mitterhausen und den Gold- und Riegelhaubenfrauen Arnstorf im Kollbachtal reihten sich die Trachtler aus Ering am Inn, Simbach am Inn und Anterstorf, aus Pfarrkirchen, Bayerbach und Amsham, aus Arnstorf, Eggenfelden, Mitterkirchen, Massing, Wittibreuth, Hebertsfelden und den gastgebenden Kudlhubern in einen langen Pilgerzug, mittendrin Domkapitular Gerhard Auer, stv. Landrätin Edeltraud Plattner und Arnstorfs Bürgermeister Alfons Sittinger.
Der Weg von Gerlstetten nach Kemathen an diesem herrlichen frühsommerlichen Tag hätte nicht schöner sein können.
Bei der Station zum Festgottesdienst vor der Kirche des Heiligen Quirinus erinnerte Domkapitular Auer an die unzähligen Menschen, die in der Blütezeit der Wallfahrtsstätte hier gebetet haben. In den Mittelpunkt der Predigt stellte Auer das Motto der Trachtenvereine „Treu der Sitt’, treu der Tracht, treu der Heimat“.
In dem Wort „Sitt’ – Sitte“ finde sich die verbindende Liebe und gegenseitige Anerkennung wider, die Paulis im Brief an die Philipper gefordert habe. Den Geist der Trachtler mache nicht das Gewand aus, sondern die innere Einstellung und das Bekenntnis zu Jesus Christus.
„Heimat finden und haben, bedeuter, sich in den Aufgaben und an den Orten zu bewähren, in die Gott uns hineinstellt“, so der Priester.  „Lasst Gott die Quelle des Lebens und euerer Gemeinschaft sein und bedenkt: alles Wesentliche bekommen wir als Geschenk von  ihm“.
Die stellvertretende Landrätin Edeltraud Plattner nahm bei ihrem Grußwort den Faden der Predigt auf und hob hervor, dass die Menschen in der Zeit der Vereinsgründung nach dem 1. Weltkrieg wieder  auf Sitt, Tracht und Heimat geschaut haben.
„Danke an alle, die diese Wertigkeit aufrecht ergalten“, wünschte sie.
„Sie alle zeigen ein beeindruckendes Bild und dokumentieren mit ihrer Anwesenheit und den wunderschönen Trachten, dass Sie in ihren Vereinen Traditionen nach wie vor intensiv pflegen und auch leben“, hob Bürgermeister Alfons Sittinger hervor.
Die Wallfahrt sei eine gelungene Demonstration dafür, dass das Wirken der Trachtenvereine zeitgemäß ist und bei den Menschen anerkannt und geschätzt wird. Die Holzlandlan beglückwünschte er zum Jubiläum sowie zur Auswahl des historischen Ortes für den Festgottesdienst.
 „Weil’s es oiwei guat machts, derf’t s’es oiwei wieda macha“, meinte Anders Schwibacher, Vorsitzender des Trachtenvereins Pfarrkirchen und der Kreisrunde. Wie Zelebrant Gerhard Auer bei den Fürbitten schloss Schwibacher in seine Rede ein Gedenken an den kürzlich verstorbenen „Vater der Trachtenwallfahrt“ Herbert Rieger ein (Quelle: C. Machtl)


Den langen Pilgerzug der Trachtler von Gerlstetten nach Kemathen führten die Kudlhuber an, die mit der Wallfahrt der Trachtenvereine ihr 90-jähriges Bestehen feierten.
Nach dem Festgottesdienst und den Grußworten bedankte sich Vorstand Sepp Damböck (2. von rechts) beim Kreisrundenvorsitzendern Anderl Schwibacher, Bürgermeister Alfons Sittinger und stv. Landrätin Edeltraud Plattner (von links) mit Wachsstöckl, die Domkapitular Gerhard Auer gesegnet hatte.
Wie zu Zeiten der blühenden Wallfahrt in der 2. Hälfte des 18. Jahrhundert zum Heiligen pilgerten die Landkreistrachtler zur Kirche des Heiligen Quirinus in Kemathen